Tapdance
Der Tapdance oder auch Steptanz genannt, entwickelte sich in den USA im 19.Jahrhundert zur Zeit einer großen Einwanderungswelle von Engländern und Iren und dem Ende der Sklaverei. Somit ist Tapdance eine Fusion aus englischen, irischen und afrikanischen Tänzen. Einer dieser "Melting Pots" der Tanzstile war der damalige New Yorker Stadtteil Five Points. In Straßenwettbewerben wurde konkurriert, imitiert und parodiert. Tanzgruppen schossen wie Pilze aus dem Boden, viele Tänzer versuchten den Einstieg ins Showgeschäft der Vaudeville (Varietétheater). Um sich gegenseitig zu überbieten, ließ man Akrobatikelemente einfließen und steppte mit Spitzenschuhen, Springseilen, auf Sockeln und Treppen. 1918 eröffnete die erste Tapdanceschule in New York. Viele Stars lernten hier, unter anderem Fred Astaire. Erst Anfang der 1920–iger Jahre montierte man sich Metallplatten, die s.g. Taps unter die Schuhe. Während der amerikanischen Musicalfilmära der 30&50-iger Jahre erlangten Tänzer wie Bill Bojangles Robinson, Ruby Keeler, Gene Kelly, Elleanor Powell, Sammy Davis jr. und natürlich Fred Astaire Weltruhm. In den 80–igern brachten Persönlichkeiten wie Gregory Heynes und das Steptanz – Wunderkind Savion Glover den Tapdance wieder ins Gespräch. Die australischen "Tapdogs" erneuerten das Image in den 90 – igern.

Im Kurs könnt Ihr erleben, wie zu Jazz, Swing, Hip-Hop, Latin oder auch mal ganz ohne Musik als reine Tap – Percussion die eigenen Füße zum Musikinstrument werden. Wolfgang Tiedt, Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln: "Steptanz ist eine der wenigen intensiven Verbindungen von Bewegung und Musik, wobei hier Musik durch die Bewegung entsteht." "Die Fuß- und Kniebelastungen sind funktionell richtig, die Koordinationsanforderungen sehr unterschiedlich und vielseitig, sodaß die verschiedensten Muskelgruppen trainiert werden. Und das feinmotorische Training fördert die Hirnaktivität und die Kreativität."